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Dubaier Firmengruppe

Aras Group: Stehen Frank Kahn, Hassan Najjar und Ibrahim Saadi für erfolgreiche Projektfinanzierungen?

Montag, 08 April 2019 05:06 geschrieben von 

Dubai – Wenn heute von Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) die Rede ist, denkt die ganze Welt an die vor der Küste aufgeschüttete Insel in Palmenform und den Wolkenkratzer Burj Khalifa. Diese Vorzeigeprojekte dokumentieren die atemberaubende Entwicklung Dubais vom verschlafenen Fischerdorf zur pulsierenden Metropole. Möglich wurde das nicht nur durch die geografisch günstige Lage zwischen Asien, Afrika und Europa, sondern auch durch ein betont investorenfreundliches Klima. Die Regierung des Emirats Dubai hat dadurch die Finanz- und Immobilienwirtschaft zum zentralen Wachstumsmotor der Stadt am Golf gemacht.

Das erkannten vor Jahren auch deutsche Unternehmen und wurden entsprechend aktiv. Nach Angaben des Land Department, der Liegenschaftsbehörde von Dubai, haben Deutsche im Jahr 2013 1,1 Milliarden Dirham – das entspricht 231 Millionen Euro – in das Emirat investiert. Seitdem hat die Investitionstätigkeit noch zugenommen. Das liegt auch an der Expo, die vom 20. Oktober 2020 bis zum 10. April 2021 in Dubai und damit erstmals in der arabischen Welt stattfindet. Die Ausrichtung dieser Weltausstellung wird nach Schätzungen bis zu 270.000 neue Arbeitsplätze schaffen und die örtliche Wirtschaft durch neue Projekte auch langfristig ankurbeln.

Dazu gehören das „Pulse Project“ und das „Warsan Village“. Die in Dubai ansässige Aras Group DWC LLC wirbt für diese Premium-Projekte schon seit 2018 fleißig Investorengelder ein. Im Süden der Stadt, wo sich der internationale Flughafen Al Maktoum befindet und sich die Aktivitäten der Expo konzentrieren werden, entsteht unter dem Namen „Pulse“ ein neuartiger urbaner Erlebnisraum in unmittelbarer Nähe eines Pracht-Boulevards. Durch eine Vielzahl von Geschäften, Restaurants und Freizeiteinrichtungen soll in Verbindung mit höchster Wohnqualität ein besonderes Lifestyle-Konzept realisiert werden. Das „Pulse Project“ sieht moderne Stadthäuser mit mehreren Schlafzimmern, Gärten und separaten Eingängen vor. Die Wohngebäude bieten Paaren und Familien exklusive Wohnmöglichkeiten und prägen den Charakter des Wohnviertels als arabische Musterstadt. Das „Warsan Village“ liegt in der Nähe der International City und der berühmtesten Autobahn der Vereinigten Arabischen Emirate, der Sheikh Mohammed Bin Zayed Road. Auch dieses visionäre Bauprojekt bietet beste Voraussetzungen für ein ruhiges und komfortables Familienleben. Konkret geht es hierbei um 936 zweistöckige Stadthäuser mit jeweils 187 Quadratmetern Wohnfläche. Mit zahlreichen Restaurants, Cafés, Geschäften und einer großen Moschee sollen Modernität und Tradition eine harmonische Einheit bilden. Nach eigener Aussage hat die Aras Group bis Herbst 2018 Anlagekapital in Höhe von 816,5 Millionen US-Dollar für fast 100 Projekte in den VAE vermittelt. Davon profitierte unter anderem der Immobiliensektor, der Bereich der erneuerbaren Energien, das Gastgewerbe, die Schiffsbranche und diverse Start-ups.

Für dieses Jahr hat sich die Unternehmensgruppe sogar noch eine Intensivierung ihrer Immobilieninvestments vorgenommen, um das Profil als Projektfinanzierer in der Golfregion zu schärfen. Unternehmenssprecher Hassan Najjar kündigte für 2019 ein Investitionsvolumen im hohen dreistelligen Millionenbereich an. So soll für eine Gesamtsumme von rund 200 Millionen US-Dollar ein großes Hotel als Altersresidenz entstehen. Ein anderes Vorhaben ist die Errichtung eines „Wohnturmes“ mit 100 Wohneinheiten, die interessierten Investoren zum Kauf angeboten werden. Zusammen mit einem Netzwerk aus Banken und Versicherungsgesellschaften will man außerdem ein Großprojekt mit nicht weniger als 1.300 Wohneinheiten in Angriff nehmen. Hassan Najjar verkündete selbstbewusst: „An den aktuellen Projekten wird deutlich, dass die Aras Group ihre Aktivitäten in der Region VAE, speziell in Dubai, in diesem Jahr noch einmal deutlich ausweiten wird. Hinzu kommen weitere eigene Projekte, zum Beispiel das Expo-2020-Projekt. Grundsätzlich möchte die Aras Group mit der Finanzierung durch Investoren erreichen, dass eine Finanzierungsalternative zum klassischen Bankkredit genutzt werden kann.“ Darüber hinaus habe man das Ziel, „eine Verbindung zwischen Arabien und Europa zu schaffen, sodass auch immer mehr europäische Unternehmen die Finanzierungsmöglichkeiten nutzen können“.

Damit wird klar, dass die weltweit tätige Firmengruppe nicht nur im Immobiliensektor, sondern auch in den Sparten Investment, Beteiligungen und Unternehmensberatung tätig ist. Mit ihren Tochtergesellschaften Aras Investment and Participation Ltd., Aras Logistic and Distribution Ltd., Aras Trading and Services Ltd., Aras Consulting and Advisory Ltd. und Aras Properties Ltd. hat sich die Aras Group möglichst breit aufgestellt und mischt selbst im Warenhandel und der Logistikbranche mit.

Zuletzt hat man sich immer mehr auf gewerbliche Finanzierungen, Investmentangebote und Beratungsleistungen konzentriert und streicht die eigene Kompetenz mit diesen Worten heraus: „Wir haben Zugang zu verschiedenen Kreditgebern in verschiedenen Kreditmärkten, sodass wir die wettbewerbsfähigsten Lösungen für jedes Geschäft finden können. Unser Netzwerk von Finanzierern umfasst Banken, Investmentfonds, Partner und mehrere Regierungsstellen. Wir haben Subventionen erhalten, um unterschiedliche Projekte zu finanzieren und Start-ups zu fördern. Im Laufe der Zeit haben wir in mehrere internationale Projekte investiert, die heute Erfolgsgeschichten sind.“

Der arabische Finanzdienstleister nimmt sich verstärkt europäischer und deutscher Start-ups an, die immer größere Schwierigkeiten haben, einfache Bankkredite zu bekommen. Die unkomplizierte Bereitstellung von dringend benötigtem Risikokapital ist für viele Unternehmensgründer längst zu einer Existenzfrage geworden. Frank Kahn heißt der Mann, der für die Aras Group Wagniskapital aus dem arabischen Raum beschafft und der europäischen Start-up-Szene zur Verfügung stellt. Der deutsche Key-Account-Manager soll bestens mit reichen Familien aus dem Mittleren Osten vernetzt sein und immer wieder unkonventionelle Finanzierungslösungen anbieten können.

Die Modalitäten der Risikokapital-Beschaffung beschreibt Aras-Finanzexperte Ibrahim Saadi so: „Der Wert der Risikodarlehen der Aras Group liegt in den meisten Fällen im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich, auch wenn es sich bei Aras nicht um eine Bank, sondern um einen Investor handelt. Über einen Nachrangdarlehensvertrag, der inzwischen auch die Anforderungen seitens der deutschen BaFin erfüllt, wird die Aras Group durch die Investitionen zu einem stillen Beteiligten an dem jeweiligen Unternehmen. Auf diese Weise lassen sich transparent und kostengünstig Großprojekte finanzieren, wobei es keine Einschränkungen bezüglich Standort und Branche des kreditsuchenden Unternehmens gibt.“ Saadi ergänzt, dass der Kapitalnehmer den Finanzierungsvertrag nicht mit dem jeweils aktiven Refinanzierer, sondern mit der Aras Group abschließt. Durch ihre vielen internationalen Partner könne sie den Kunden attraktive Rahmenbedingungen und Konditionen bieten.

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