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Marketplace und Marketer im Segment der Premium-Mode

ADCADA GmbH: e-Commerce, hohe Zinsen und Mode von Benjamin Kühn

Dienstag, 30 Januar 2018 05:14 geschrieben von 
ADCADA GmbH: e-Commerce, hohe Zinsen und Mode von Benjamin Kühn Quelle: ADCADA GmbH

Bentwisch - Die alten Strukturen im klassischen Einzelhandel aufzubrechen, haben sich schon viele innovative Unternehmen vorgenommen. Aber nur wenige sind dabei in so kurzer Zeit so erfolgreich gewesen wie die ADCADA GmbH. Nach eigener Aussage ist sie das erste Start-up, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Mode-Einzelhandel sowohl online als auch offline zu revolutionieren. Man sieht sich gleichermaßen als Warehouse, Retailer, Marketplace und Marketer und will Kunden so ein vollkommen neues Einkaufserlebnis verschaffen. Das in Bentwisch im Landkreis Rostock beheimatete Unternehmen versteht sich dabei nicht als „Gemischtwarenladen“ für dieses und jenes, sondern konzentriert sich auf den Fashion-Markt als der am schnellsten wachsenden E-Commerce-Sparte. Mit Blick auf Premium-Mode heißt es bei ADCADA: „Allein dieses Segment hat bei uns ein relevantes Marktpotenzial von 5,6 Milliarden Euro bei einem jährlichen Wachstum von 8,5 Prozent.“

Weil auch das Start-up weiter wachsen will, bietet es Privatanlegern lukrative Beteiligungsmöglichkeiten. Angesichts der vermögensvernichtenden Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank fällt es den Fashion-Pionieren leicht, mit beträchtlichen Anlegerzinsen zu werben. Warum so hohe Zinsen ausgeschüttet werden können, erklären sie so: „ADCADA hat den Break Even bereits geschafft und hat keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Banken. Da für die direkte Kapitalanlage keine Vermittlerkosten anfallen, weil direkt beim Unternehmen investiert wird, und die Zinsen der Anleger steuerabzugsfähige Betriebsausgaben darstellen, ist die Gesellschaft in der Lage, enorm hohe Zinsen an ihre Anleger auszuschütten. So profitiert künftig auch der Privatanleger von einem der am stärksten wachsenden Märkte der Welt.“ In Form festverzinslicher Geldanlagen werden Unternehmensbeteiligungen angeboten, die Werthaltigkeit mit einer seriösen Anlagestrategie und einer hohen Performance verbinden sollen. Dazu gehört ab einer Investitionssumme von 10.000 Euro eine Festzins-Garantie von sechs Prozent im Jahr ohne Agio und Vermittlergebühren. Die Zinszahlungen erfolgen quartalsweise bei einer Laufzeit von nur zwei Jahren.

Um die ehrgeizigen Ziele im Markt der Premium-Mode zu erreichen, haben die Rostocker die Marke „FASHION.ZONE“ entwickelt, die als eigenständige Tochtergesellschaft geführt wird. Die Umsatzzahlen geben dieser Geschäftspolitik recht. Mit einem Umsatzwachstum von 285 Prozent auf fast eine Million Euro konnte ADCADA am 28. Februar 2017 auch das zweite Geschäftsjahr 2016/17 höchst erfolgreich abschließen. Dazu trugen insbesondere das Online-Marketing-Geschäft sowie die Online-Fashion-Sparte bei. Der Umsatz wurde von 258.426 Euro auf 994.705 Euro gesteigert. Damit konnte ein EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) in Höhe von 93.237 Euro erwirtschaftet werden, was einer positiven EBIT-Marge von 9,4  Prozent entspricht. Investoren profitierten nach Unternehmensangaben von Gewinnausschüttungen in Höhe von 20.757 Euro. Im Schlussquartal habe sich die Einführung der neuen Shopping-App „FASHION.ZONE“ als regelrechter Wachstumsmotor erwiesen, heißt es.

Geschäftsführer der ADCADA GmbH ist der erst 21-jährige Benjamin Kühn, der zu den jüngsten Geschäftsführern Deutschlands gehört und trotzdem wie ein Profi mit langjähriger Berufserfahrung agiert. Zur Zeit- und Kostenentlastung von Einzelhändlern entwickelte er ein „bi-direktionales Geschäftsmodell“. Bi-Direktionalität bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Einzelhändler die Ware direkt bei ADCADA ordern und gleichzeitig die eigenen Produkte im Online-Shop von FASHION.ZONE und den angebundenen Partnershops verkaufen können.

Am 9. November 2017 fand in der Zentrale der „Ostsee-Zeitung“ (OZ) die große Verleihung des von ihr ausgelobten Existenzgründerpreises statt. 50 Unternehmer aus ganz Mecklenburg-Vorpommern bewarben sich auf diesen Preis, und ADCADA gehörte zu den 10 Finalisten, deren Vertreter ins Verlagsgebäude eingeladen waren. Geschäftsführer Benjamin Kühn, Marketing-Manager Marcel Rudolph, Warehouse-Distribution-Managerin Madeleine Schnabel und Social-Media-Managerin Julia Porath folgten der Einladung gerne. Zur feierlichen Veranstaltung erschienen zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Presse des nordöstlichen Bundeslandes, darunter auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Nach der Vorstellungsrunde der Existenzgründer stieg die Spannung auch bei den ADCADA-Leuten merklich an. Am Ende belegten sie bei der Verleihung des OZ-Existenzgründerpreises den zweiten Platz. Kühn und seine Mannschaft waren damit genauso zufrieden wie mit vielen neugeknüpften Kontakten.

Im Vorfeld hatte die „Ostsee-Zeitung“ ihren Lesern alle nominierten Unternehmen mit deren Geschäftsideen vorgestellt. „ADCADA will den Mode-Handel revolutionieren: Dazu betreibt die junge Truppe vom Standort Bentwisch bei Rostock unter anderem zwei Shops im Internet: Auf www.fashion.zone lockt aktuelle Premium-Mode, Designer-Ware aus dem In- und Ausland: Guido Maria Kretschmer, Tiger of Sweden, van Laack. Und auf www.outlet.fashion gibt es die Vorjahreskollektionen – reduziert“, schrieb das Regionalblatt. „Außerdem verkauft ADCADA Mode an kleine, stationäre Händler. Geschäftsmodell Nummer drei: ein Fotostudio, in dem nicht nur die eigenen Produkte für den Online-Handel in Szene gesetzt werden, sondern auch Produkte von Dritten. Geplant sind zudem eigene Laden-Geschäfte.“

Geschäftsführer Benjamin Kühn wirbt auch im neuen Jahr um weitere Investoren, um die Expansion von ADCADA voranzutreiben: „Wer wachsen will, muss investieren. Wir beschäftigen bereits über 20 Mitarbeiter und wollen diese Zahl weiter ausbauen.“

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