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Geschlossene Fonds | AIFM - Trennt die Definition des Begriffes Investmentvermögen künftig die Spreu vom Weizen

Mittwoch, 31 Juli 2013 22:45 geschrieben von 

AIFM: Am Begriff Investmentvermögen trennt sich die Spreu vom Weizen

 

 

Die Branche der geschlossenen Fonds rotiert. Wer muss sich künftig der AIFM-Richtlinie unterwerfen und die gebotenen Voraussetzungen erfüllen? Schon jetzt ist klar: AIFM-Fonds werden von der Kostenstruktur teurer sein, denn es sind eine Vielzahl neuer Vorschriften zu beachten. Wesentlich ist dabei, ob eine Fondsgesellschaft bzw. deren Geschäftsfeld überhaupt unter AIFM fällt. Hierzu wurde der Begriff des Investmentvermögens als „kollektives Anlagevehikel zur gemeinschaftlichen Kapitalanlage“ eingeführt. Hierzu führt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in einem Schreiben aus, dass unter Investmentvermögen in diesem Sinne „ jeder Organismus für gemeinsame Anlagen, der von einer Anzahl von Anlegern Kapital einsammelt, um es gemäß einer festgelegten Anlagestrategie zum Nutzen dieser Anleger zu investieren und der kein operativ tätiges Unternehmen außerhalb des Finanzsektors ist“, zu verstehen ist.

Diese Negativabgrenzung ist besonders vor dem Hintergrund interessant, als das Schreiben der BaFin recht konkrete Beispiele benennt. Danach handelt es sich im Immobilienbereich beim Betrieb einer Immobilie (zum Beispiel eines Hotels oder eine Pflegeeinrichtung) grundsätzlich um eine operative Tätigkeit. Auch Projektentwicklungen (Konzeption, Ankauf, Entwicklung der Immobilie und deren Verkauf) wären demnach generell operative Tätigkeiten. „Dagegen stellen der Erwerb, die Vermietung, die Verpachtung, die Verwaltung sowie der Verkauf von Immobilien keine operativen Tätigkeiten dar“, (worunter klassisch Bestandshaltungsfonds zu verstehen sind verstehen), so die BaFin. Ähnliche Beispiele werden für andere Anlageklassen beschrieben, so aus dem Bereich der erneuerbaren Energien.

Doch jetzt scheint die BaFin Grenzen setzen zu wollen. „Operativ tätig“ sei dabei nur die Fondsgesellschaft, die alle Aktivitäten selbst ausführt und alle Rechte hält. Schon die Nutzung von Tochtergesellschaften soll in diesem Sinne schädlich sein, so Stimmen aus dem Haus. Es bleibt abzuwarten, was sie hierzu vermutlich zeitnah veröffentlicht.

 

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