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Energieversorgung - Auch Großbritannien will „fracken“

Mittwoch, 07 August 2013 22:46 geschrieben von 

Polen und die Ukraine tun es, die Regierungen in Frankreich und Bulgarien haben dagegen entsprechende Verbote erlassen und Deutschland zögert - zumindest noch bis nach der Wahl. Die Rede ist vom umstrittenen Fracking von Gas aus Schieferstein, eine Vorgehensweise, bei der Wasser und ein Chemiegemisch in die entsprechenden Gesteinsschichten gedrückt wird, um das Gas hervorzupressen. Nun will auch Great Britten in die Riege der „Fracking Queens“ aufsteigen.

Seit die USA verstärkt auf Fracking von Gas aus Schiefersteinsetzen, wird der nordamerikanische Markt schier mit Erdgas „geschwemmt“. Mit der Folge, dass dies in den USA deutlich günstiger zu haben ist als beispielsweise in Europa. Und nun erklärt auch Großbritannien recht lautstark, man wolle die Schiefergasvorkommen in Nordengland mit Hilfe des Fracking erschließen und so Tausende von Arbeitsplätzen schaffen und die Energiekosten von Millionen Menschen senken. Großbritannien will hierzu besondere Steuervergünstigungen einführen. Umweltschützer sehen dies mit Argwohn.

 Das Thema Energieversorgung könnte auch für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Gretchenfrage werden. Schon länger werden die hohen Energiekosten unter anderem in Folge der Ausrichtung auf Erneuerbare Energien kritisiert, stöhnen Verbraucher unter den steigenden Lasten. Recht früh hatte sich die Bundesregierung dafür entschieden, ihre Atommeiler auszuschalten und energetische Trendwende einzuleiten. Es ist an dieser Stelle eine legitime Frage, ob man nun ernsthaft in Erwägung zieht, den offensichtlich zu teuren Ökostrom durch grundwassergefährdendes Fracking zu kompensieren. In diesem Fall drängt es sich nahezu auf, das Lukasevangelium zu zitieren, in dem der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben werden sollte. Während diese Diskussion läuft, wird der deutsche Solarmarkt durch Billigimporte aus China überrannt. Nahezu alle produzieren Solarunternehmen hierzulande stehen derzeit mit dem Rücken an der Wand. Solon und Q-Cells mussten Konkurs anmelden. Bosch und Siemens sind aus dem Solargeschäft ausgestiegen. Bei den eilig verhängten Strafzöllen für Importe aus China herrscht europaweit Uneinigkeit. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) erklärte noch im Juni, dass die Strafzölle gegen China vor dem Aus stehen, wenn die EU-Mitglieder bis Ende des Jahres nicht endgültig über das Thema entscheiden würden. Dies klingt eher nach Rückzug, denn nach Unterstützung der Solarbranche. Hat man schon andere Pläne im Kopf, was zur offenen Haltung, was das Fracking anbelangt, passen würde. Denn auch in Deutschland sind interessante Schiefergasvorkommen vorhanden.

 Bislang sind uns noch keine Angebote aus dem Beteiligungssektor bekannt  die auf Fracking setzen. Das kann ja noch kommen….

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